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Blog - Ostküstenleitung

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Geplante 110-kV-Leitungsmitnahme auf dem Abschnitt Raum Lübeck – Raum Göhl

Avatar of Peter HelmsPeter Helms - 19. April 2021 -

Geplante 110-kV-Leitungsmitnahme auf dem Abschnitt Raum Lübeck – Raum Göhl

Verlaufen zwei Stromleitungen nebeneinander, besteht mitunter die Möglichkeit, beide Leitungen auf denselben Masten zu führen. Im Abschnitt Raum Lübeck – Raum Göhl sind in enger Abstimmung mit der Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) zwei Bereiche mit einer 110-kV-Freileitungsmitnahme geplant.

Bereich I – Ratekau bis Altenkrempe 

Auf einer Länge von ca. 25 km, zwischen Ratekau und Altenkrempe, nutzt die neue 380-kV-Freileitung gemäß aktuellen Planungen einen Raum, der heute bereits durch die bestehende 110-kV-Freileitung Siems-Göhl der SH Netz vorgeprägt ist.

In Teilbereichen (wie einer Engstelle bei Rogerfelde) war schon länger geplant, die gleiche Trasse für den Neubau der 380-kV-Leitung zu nutzen. Hier bilden die Autobahn A1, die bestehende 110-kV-Freileitung sowie die geplante Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung eine gemeinsame linienhafte Infrastruktur. Das bedeutet, dass bei Rogerfelde nicht genug Platz für den Verlauf von zwei nebeneinander verlaufenden Freileitungen ist. Die Lösung ist eine Leitungsmitnahme, um diese Engstelle zu überwinden und der vorhandenen Infrastruktur folgen zu können

Zwischen Ratekau und Altenkrempe soll die neue 380-kV-Freileitung zum Teil in unmittelbarer Nähe zur 110-kV-Bestandsleitung verlaufen. Es gibt aber auch größere Entfernungen zwischen den beiden Freileitungen. Dabei verläuft die bestehende 110-kV-Freileitung teilweise über Wohngebäuden sowie durch das FFH- und Vogelschutzgebiet „Neustädter Binnenwasser“. Um die bestehenden Belastungen zu reduzieren, soll die 110-kV-Freileitung zwischen Ratekau und Altenkrempe auf dem Gestänge der 380-kV-Freileitung mitgeführt werden. Die bestehenden Masten der 110-kV-Freileitung könnten damit nach Inbetriebnahme des Abschnitts Raum Lübeck - Raum Göhl der Ostküstenleitung in den Bereichen der Leitungsmitnahme zurückgebaut werden.

Bereich II - Sebent bis Göhl (Oldenburger Bruch)

Das Vogelschutzgebiet „Oldenburger Bruch“ wird heute von den zwei 110-kV-Freileitungen Siems-Göhl und Göhl-Lütjenburg der SH Netz gequert. TenneT hatte in diesem Gebiet in der Vergangenheit eine 380-kV-Teilerdverkabelung vorgesehen, die aufgrund einer Anpassung des Vorzugskorridors aber nicht weiter verfolgt wird. 

Die Ostküstenleitung auf diesem neuen Vorzugskorridor als 380-kV-Freileitung realisiert werden soll, eröffnet die Möglichkeit, bestehende 110-kV-Leitungen der SH-Netz auf dem Mastgestänge mitzuführen und Maste im Schutzgebiet rückzubauen. Zur Entlastung des Schutzgebiets und der angrenzenden Siedlungslagen ist eine 110-kV-Leitungsmitnahme der Leitung Siems-Göhl, beginnend südlich von Sebent bis zum Umspannwerk Raum Göhl zwischen SH Netz und TenneT in Abstimmung.

Die Länge der geplanten 110-kV-Leitungsmitnahme und des Rückbaus der 110-kV-Leitung Siems-Göhl im Bereich 2 beträgt ca. 5 km.

Was bedeutet eine „Mitnahme“ der 110-kV-Leitung?

Im Zuge des Neubaus der 380-kV-Ostküstenleitung werden Masten gewählt, die nicht nur die 380-kV-Leiterseile, sondern auch die 110-kV-Leiterseile tragen können. Die bestehenden 110-kV-Freileitungen können daraufhin zurückgebaut werden.

Leitungsmitnahme bringt Entlastungen in der Region:

TenneT versucht, die Belastungen für die Menschen und die Umwelt durch die benötigte 380-kV-Ostküstenleitung so gering wie möglich zu halten und sucht dafür nach unterschiedlichen Wegen. Hierzu zählen auch Abstimmungen mit der SH Netz als eine der Betreiberinnen des regionalen Verteilnetzes.

Durch die 110-kV-Leitungsmitnahme im südlichen Bereich (Bereich I) können viele Menschen - aber auch Tiere und Landschaft - entlastet werden:

- Wegfall der Überspannung in den Siedlungs- und Wohngebieten von Groß Timmendorf und Scharbeutz
- Entlastungen der Ortslagen  Haffkrug und Roge
- Für viele Tiere, insbesondere Vögel im Natur- und Vogelschutzgebiet des Neustädter Binnenwassers, ist der Rückbau der bestehenden 110-kV-Trasse vorteilhaft

Auch im nördlichen Bereich (Bereich II) ergeben sich durch eine 110-kV-Leitungsmitnahme Vorteile:
- Im Bereich der Gemeinde Sebent wird eine Einkesselung mit zwei Freileitungen vermieden
- Das Natur- und Vogelschutzgebiet des Oldenburger Bruchs wird durch den Rückbau der 110-kV-Freileitung Siems-Göhl entlastet.

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