Strommarkt

Die Energiebranche wird durch eine rasante Entwicklung gekennzeichnet. Der Prozess der europäischen Marktintegration begann vor einigen Jahren. Ziel dieser Integration ist die Schaffung eines einheitlichen europäischen Marktes, der es den Marktparteien erlaubt, auf einfache und effiziente Weise über die Grenzen hinweg mit Gas und Strom zu handeln.

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Unsere Vision ist es, einer der transparentesten Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Europas zu sein und damit einen Wert für die Gesellschaft zu schaffen. In der Rubrik Energy Insights stellen wir Daten, Informationen und wertvolle Einblicke rund um das Thema Energie zur Verfügung.

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Projektbeschreibung

Versorgungssicherheit für Oberfranken und die Oberpfalz. Schon heute wird in Oberfranken und der Oberpfalz an vielen Tagen im Jahr mehr Energie produziert, als dort verbraucht werden kann. In den großen Industriestandorten Bayerns fehlt diese Energie hingegen. Diese Lücke soll der neue Ostbayernring schließen. Gleichzeitig liefert er Energie in die Region, wenn die Windkraft- und Solarenergieerzeugung in Oberfranken und der Oberpfalz nicht ausreichen.

Notwendigkeit

Die Energiewende bringt deutliche Veränderungen für das deutsche Stromnetz mit sich. Früher wurden Kraftwerke dort gebaut, wo der Strom benötigt wurde. So wurde die Energie über kurze Strecken direkt zu den Verbrauchern gebracht. Aber Windräder und Solaranlagen stehen nicht unbedingt in der Nähe der Verbraucher, sondern dort, wo sie am meisten Energie produzieren können. Zusätzlich sollen bis Ende 2022 alle deutschen Kernkraftwerke vom Netz gehen. Die Regionen Oberfranken und Oberpfalz waren davon bereits im Jahr 2015 mit der Abschaltung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld betroffen. Nach dem Wegfall des Kernkraftwerks, wie auch der konventionellen Kraftwerke Arzberg, Schwandorf und Pleinting übernimmt der Ostbayernring vorrangig den Transport regenerativer Energien.

Entlang des Ostbayernrings wird schon jetzt oftmals deutlich mehr Energie aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen produziert, als vor Ort gebraucht wird. In den großen bayerischen Verbrauchszentren fehlt diese Energie künftig insbesondere durch die Abschaltung der Kernkraftwerke. In wind- oder sonnenschwachen Zeiten versorgt der Ostbayernring wiederum über das nachgelagerte 110-Kilovolt-Verteilernetz Oberfranken und die Oberpfalz mit Strom. Für die Versorgungs-, Netz- und Ausfallsicherheit müssen die Transportkapazitäten des Ostbayernrings deutlich erhöht werden. Aufgrund dieses Bedarfs wurde der Ersatzneubau des Ostbayernrings als Maßnahme Nr. 18 in den Bundesbedarfsplan aufgenommen. Mit der Verabschiedung des Bundesbedarfsplangesetzes 2013 wurden die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf der Maßnahme gesetzlich festgestellt. Beides wurde im Frühjahr 2021 erneut im Rahmen der Neufassung des Bundesbedarfsplangesetztes durch den Deutschen Bundestag und Bundesrat bestätigt.

Ostbayernring

Eine Ertüchtigung der aktuellen Leitung wurde nach dem NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau) intensiv geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die erforderliche Steigerung der Übertragungskapazität nur durch einen Ersatzneubau möglich ist. Zudem erlauben die aktuellen Masttypen des Ostbayernrings aufgrund ihrer technischen Voraussetzungen und ihres Alters statisch keine Spannungsumstellung mit Neubeseilung. Ferner müsste die Leitung während der Ertüchtigungsphase des alten Systems vom Netz genommen werden, was aufgrund ihrer zentralen Versorgungsfunktion für die Region Oberfranken und Oberpfalz nicht möglich ist. Daher wird der neue Ostbayernring als Ersatzneubau umgesetzt. Die Bestandstrasse wird nach Fertigstellung des neuen Ostbayernrings zurückgebaut.

Bauliche Anpassungen der Umspannwerke

Im Zuge des Ersatzneubaus des Ostbayernrings und der damit verbundenen Netzverstärkung werden auch die mit der Leitung verknüpften Umspannwerke Redwitz, Mechlenreuth, Etzenricht und Schwandorf baulich angepasst, so dass eine Versorgung der Regionen Oberfranken und Oberpfalz über das nachgelagerte 110-Kilovolt-Verteilernetz sichergestellt werden kann. Die Umspannwerke verbinden nämlich das Höchstspannungsnetz der TenneT mit den 110-Kilovolt-Leitungen des Bayernwerks.