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Provisorien und Baueinsatzkabel

Avatar of Markus KretzlerMarkus Kretzler - 29. Juli 2022 - Bau

 

Im Abschnitt C des Ostbayernrings werden in der aktuellen Bauphase auch Provisorien und Baueinsatzkabel eingesetzt. Mit diesen Zwischenlösungen sichert TenneT den Betrieb und die Stromversorgung auch während komplexer Baumaßnahmen. Kurze Teile der Bestandsleitung werden dabei vorübergehend überbrückt, um Arbeiten im Kreuzungsbereich des neuen und alten Ostbayernrings durchführen zu können, während die Bestandsleitung weiterhin in Betrieb sein kann.

Beim Bau des neuen Ostbayernrings achten wir darauf, die Anwohnerinnen und Anwohner während der Bauphase so gering wie möglich zu beeinträchtigen. Bahnstrecken und Straßen, die der neue Ostbayernring quert, werden daher während des Leitungsbaus mit gesichert. (Blog Ostbayernring - TenneT - Schutznetz) Dadurch kann der Verkehr an solchen Kreuzungspunkten gefahrlos weiter fließen und unsere Leitungsbauer konzentriert und sicher arbeiten. Doch auch diese Maßnahmen reichen in einem dicht bebauten Land wie Deutschland nicht immer aus: Kommt es beispielsweise zu Kreuzungen mit bestehenden Stromleitungen, planen wir sogenannte Provisorien und Baueinsatzkabel ein, damit der Strom durchgehend fließen kann und trotz der Baumaßnahmen zuverlässig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt.

Provisorium 

Bei einem Provisorium im Leitungsbau handelt es sich um eine zeitlich begrenzte, also provisorische Zwischenlösung, die die Funktion der Bestandsleitung in Kreuzungsbereichen der neuen und bestehenden Leitung während der Bauphase übernimmt. Mit einem Provisorium lassen sich kürzere Leitungsabschnitte für die Dauer der Baumaßnahmen umverlegen. Dadurch werden die zeitlichen Dauern von Abschaltungen während des Baus auf ein Minimum reduziert. Gleichzeitig können wir die Stromversorgung in den Regionen Oberfranken und Oberpfalz auch während der Bauphase durchgängig sicherstellen.

In den meisten Fällen handelt es sich bei den Provisorien um Freileitungslösungen, angepasst an die Möglichkeiten vor Ort. Dafür verwenden wir ein Baukastensystem aus Stahlprofilen, das zu unterschiedlichen Höhen verschraubt werden kann. Für die nötige Stabilität sorgen Stahlanker und Auflastgewichte. Beton wird nicht benötigt und aufwendige Fundamentarbeiten entfallen damit. Der Einsatz eines Provisoriums kann bis zu etwa sechs Monaten dauern, variiert jedoch nach Schaltungsterminen und Längen der betroffenen Streckenabschnitte: Die provisorische Leitung wird errichtet und in Betrieb genommen, bevor die Bauarbeiten an der eigentlichen Leitung beginnen. Erst nach der Inbetriebnahme der neuen Leitung wird das Provisorium abgeschaltet und entfernt.

Baueinsatzkabel

Reicht der Platz nicht aus, um eine provisorische Freileitung zu bauen, gibt es noch die Möglichkeit eines Baueinsatzkabels. Dies gilt allerdings nur für die Spannungsebenen bis 220 kV. Darüber hinaus gibt es derzeit noch keine technischen Lösungen für solche Kabel. Anders als dauerhaft installierte Erdkabel werden Baueinsatzkabel nicht unter, sondern auf den Erdboden gelegt. Tiefbauarbeiten wie bei einem Erdkabel sind daher nicht notwendig. Die Anzahl der Kabelsysteme – und damit die notwendige Fläche – ist abhängig von der benötigten Übertragungsleistung und dem eingesetzten Kabelmodell. So ergibt sich eine „Trassenbreite“ von bis zu zwölf Metern. Im Abschnitt C des Ostbayernrings kommen wir aber mit deutlich schmaleren Kabelprovisorien aus. Sie haben meist nur eine Breite von zwei bis drei Metern. Am Anfang und am Ende eines solchen Abschnitts stehen, provisorische Kabelgestelle. Hier werden die Baueinsatzkabel mit den Leiterseilen der Freileitung verbunden und am Mastgestänge nach unten beziehungsweise oben geführt. Über die Länge der Baueinsatzkabelstrecke sind die Kabel dann beidseitig mit Bauzäunen abgesichert, um hier niemanden in Gefahr zu bringen.

Möglichst wenige Provisorien

Auch wenn ihr Einsatz nur temporär ist. Baueinsatzkabel und Provisorien beeinträchtigen die Landschaft und insbesondere die Bewirtschafter der landwirtschaftlichen Flächen. TenneT achtet daher zum Beispiel auf den Abstand zwischen den temporären Konstruktionen, um die kurzzeitigen Eingriffe in die Natur und Wohnsiedlungen so gering wie möglich zu halten. Kommt es zu Einschränkungen, zahlt TenneT eine Entschädigung für den temporären Verlust der Fläche, die etwa für das Baueinsatzkabel nötig ist. Auch Aufwuchsschäden in der Landwirtschaft oder wirtschaftliche Einbußen werden ausgeglichen. Um einen harmonischen Trassenverlauf und vor allem eine schnelle Umsetzung des eigentlichen Neubaus zu erreichen, liegt TenneT jedoch viel daran, möglichst wenige der provisorischen Lösungen einzuplanen. 

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