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Bauphasen: Einziehen der Seilzüge

Avatar of Markus KretzlerMarkus Kretzler - 23. Mai 2022 - Bau

 

Im letzten Blogbeitrag unserer Reihe über die Phasen während des Baus des neuen Ostbayerrings haben Sie erfahren, wie die Stahlmasten an den Maststandorten montiert und errichtet werden. In diesem Beitrag gehen wir der Frage nach, wie die schweren Leiterseile, die für den Stromtransport notwendig sind, an die Spitzen der ca. 50 bis 90 Meter hohen Masten gelangen. Dazu beantwortet uns unser Teilprojektleiter Patrick Altendorf-Martini heute einige Fragen.

Wie werden die Seile bei einer neu gebauten Leitung eingezogen?

Die Seile werden in den meisten Fällen an den Winkelabstandsmasten eingezogen. Das sind die Masten, an denen ein Richtungswechsel der Leitungstrasse eingeleitet wird. Wenn ein neues Seil eingezogen werden soll, installieren wir an einem Winkelabstandsmast eine Trommel, auf der sich das aufgespulte Leiterseil befindet. An den Tragmasten, das sind alle Masten zwischen zwei Winkelabstandsmasten, bringen wir temporär Seilrollen an den Mastspitzen an. Über diese Seilrollen muss nun ein sogenanntes Vorseil gezogen werden, welches leichter und dünner als das eigentliche Leitungsseil ist. Dafür setzen wir oft einen Helikopter ein, insbesondere wenn das Gelände in der Nähe der Maststandorte unwegsam ist. An dem Helikopter hängt das Kabelende des Vorseils, an dem wiederum ein zusätzliches Gewicht befestigt ist. Der Helikopter fliegt dann von Mast zu Mast, wo Monteure das Kabelende des Vorseils in Empfang nehmen und auf die Rollen setzen. Anschließend wird das Vorseil mit einer Seilzugmaschine eingezogen womit das Leiterseil, das mit dem Vorseil verknüpft ist, über die Rollen von Mast zu Mast aufgezogen wird.

Was gilt es bei den Seilzugarbeiten zu beachten?

Beim Einziehen des Leitungsseils bedient eine Person die Kabeltrommel mit dem Leitungsseil und eine andere die Seilzugmaschine am Ende des Abschnitts. Während des Aufziehens müssen sich diese zwei Personen genau miteinander abstimmen, um das richtige Verhältnis zwischen Zugkraft und Widerstand beim Einziehen zu finden. Darüber hinaus spielen die Witterungsverhältnisse und damit verbunden die Arbeitssicherheit eine entscheidende Rolle. Dazu stellt der Deutsche Wetterdienst Klassifizierungen für Witterungsverhältnissen bereit, nach denen wir die jeweils aktuelle Wetterlage beurteilen können. So finden beispielsweise ab einer gewissen Windstärke oder während eines Gewitters keine Seilzugarbeiten mehr statt.

Was ist am Seildurchhang so wichtig?

Es ist wichtig die Materialeigenschaften des Leitungsseils genau zu kennen. Die Leitungsseile bestehen aus einem Stahlkern und einer Aluminiumhülle, deshalb verformen sie sich zeit- und temperaturabhängig. Aufgrund dieses als Recken bezeichneten Vorgangs, lassen wir das Leitungsseil nach dem Aufspannen circa. zwei Wochen an den Masten durchhängen. Nach diesen zwei Wochen hat sich das Seil etwas verformt und wir regulieren es nochmals ein. Dabei müssen wir beachten, dass sich das Material im Zeitverlauf weiter ausdehnt. Weil wir auch die temperaturabhängigen und die zeitlich bedingten Verformungen miteinkalkulieren, hängen wird das Seil beim Einregulieren etwas höher als gesetzlich vorgegeben. Wenn beispielswiese viel Strom über die Leitung fließt, erwärmt sich das Leitungsseil, wodurch es sich zusätzlich ausdehnt. Durch das exakte Justieren der Leitungslänge bei gleichzeitiger Beachtung der Materialeigenschaften stellen wir sicher, dass das Seil auch nach 30 Jahren noch einen angemessenen Abstand zum Boden hat und keine Gefahr davon ausgehen kann.

Nachdem Sie in den ersten fünf Beiträgen der Serie alles über die Bauphasen erfahren haben, informieren wir sie im nächsten Beitrag über den Rückbau und die Wiederherstellung der vorübergehend genutzten Flächen zur Nutzung in der Land- oder Forstwirtschaft.

 

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